Klopps T-Shirt-Ärger in Leeds: “Ein echter Witz!”

Während sich mit James Milner ein Liverpool-Profi klar gegen die Super League aussprach, teilte Jürgen Klopp vor und nach dem 1:1 in Leeds gegen den Gegner aus.

Holte mit Liverpool am Montagabend nur ein 1:1 in Leeds: Jürgen Klopp.

Holte mit Liverpool am Montagabend nur ein 1:1 in Leeds: Jürgen Klopp. imago images

Vorne ein Champions-League-Logo mit der Aufforderung “Verdiene sie dir”, hinten der Satz “Fußball ist für die Fans”: Mit diesen gegen die Super League gerichteten T-Shirts wärmten sich die Profis von Leeds United am Montagabend für das Heimspiel gegen den FC Liverpool auf – nicht aber die der Reds, in deren Kabine sie ebenfalls bereitgelegt worden waren.

“Wir werden die nicht tragen”, hatte Klopp bereits vor dem Spiel bei “Sky Sports” erklärt und geschimpft: “Wenn jemand meint, er müsse uns daran erinnern, dass wir es uns verdienen müssen, in der Champions League zu spielen, ist das ein Witz. Ein echter Witz!” Nach dem 1:1-Remis erklärte er: “Wir haben das nicht verdient.”

Klopp: “Wir haben damit nichts zu tun, aber die Leute tun so, als ob”

Klopp, der auf seiner Pressekonferenz noch einmal betonte, die Super League für “keine gute Idee” zu halten, fühlt sich und seine Mannschaft unfair behandelt: “Wir haben damit nichts zu tun, aber die Leute tun so, als ob. Die Leeds-Fans haben uns bei der Ankunft heute angebrüllt, als hätten wie die Entscheidung getroffen, haben wir aber nicht.” Auch er habe von den Super-League-Plänen vor der Bekanntmachung am Sonntagabend nichts erfahren, obwohl sein Arbeitgeber zu den zwölf Gründerklubs gehört.

Trotzdem fühle er sich von den Liverpooler Klubbesitzern nicht im Stich gelassen, betonte Klopp. Diese seien keine “Zocker”, sondern würden ihre Gründe schon noch offenlegen, auch wenn er sie dann nicht zwingend verstehen werde. “Der Klub ist größer als wir alle”, die Entscheidung der Eigner sei nur “ein Teil” des LFC, betonte Klopp.

Leeds verspottet Liverpool – Milners bemerkenswertes Statement

Auch Liverpool-Routinier James Milner fand den Empfang der Leeds-Fans “ein bisschen ungerecht”; der Premier-League-Aufsteiger feierte sich auch spöttisch auf Twitter für das 1:1 “gegen das Super-League-Team Merseyside Reds”. In der Ablehnung der Super League war der 35-Jährige jedoch mit dem Ligakonkurrenten vereint.

“Ich kann hier nur für mich sprechen: Ich mag sie kein bisschen und hoffe, dass sie nicht zustandekommt”, gab Milner nach der Partie im TV-Interview ein bemerkenswertes Statement ab. “Ich kann mir vorstellen, wie darüber gesprochen wird, und stimme ziemlich sicher bei vielem zu.”

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